Die EWG senkt den Strompreis

Gute Nachrichten für alle Kundinnen und Kunden der EWG: Ab dem 1. Juli sinkt der Strompreis. Doch wie ist das gerade jetzt möglich? Schließlich befinden wir uns aktuell in Zeiten, in denen die Energiepreise eigentlich nur eine Richtung kennen, nämlich steil nach oben. Und was genau hat die Ampelkoalition damit zu tun?

Die Bundesregierung hat sich viel vorgenommen. Die Energiewende deutlich voranzutreiben ist eines ihrer Vorhaben. Das ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist allein schon ambitioniert genug. Nun kommt aber seit Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine noch hinzu, dass die Preise für Öl und Erdgas extrem steigen und zudem besonders stark schwanken. Diese Kombination zeigt noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, umzusteuern und unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden. Doch wie soll das gelingen, und welchen Einfluss hat das Vorhaben darauf, dass die EWG zum 1. Juli den Strompreis senkt?

EEG-Umlage entfällt – Strompreis sinkt

Die Strompreissenkung der EWG hängt unmittelbar mit einer Entscheidung der Ampelkoalition zusammen: Die sogenannte EEG-Umlage, mit der der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert wird, fällt für alle Stromkundinnen und -kunden ab 1. Juli 2022 weg. Sie musste bisher automatisch von jeder Stromkundin und jedem Stromkunden bezahlt und soll künftig vom Staat finanziert werden. Zugleich will die Ampel bis zum Ende des Jahrzehnts 80 Prozent unseres Stroms von erneuerbaren Energien produzieren lassen. Bis 2035 sollen es nahezu 100 Prozent sein. Zum Vergleich: 2021 lag der Anteil des Ökostroms am Strommix bei knapp 46 Prozent.

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien plant die Bundesregierung zudem mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen, Gebäude energetisch zu sanieren und die Genehmigungsverfahren für PV- und Windenergieanlagen sollen deutlich vereinfacht werden.