Drei Fragen an den Stromnetzplaner …

Ingo Balzer zum Rückbau der Freileitungen in Werther.

Herr Balzer, wie gehen Sie den Rückbau der Freileitungen in Werther an?
Es gibt ein Budget, das wir pro Jahr nutzen können. Ferner werden die Stellen im Netz zuerst berücksichtigt, wo es aufgrund der Altersstruktur am sinnvollsten ist. Auch Baumaßnahmen der Stadt berücksichtigen wir und hängen uns wenn möglich dran. Dann kann man sich auch die Kosten teilen.

Warum ist der Rückbau nötig?
Freileitungen sind deutlich anfälliger. Das haben extreme Wetterereignisse in den letzten Jahren gezeigt. Sie fallen bei Sturm schneller aus als erd-verkabelte Stromleitungen. Wir verbessern also die Netzqualität.

Welche Herausforderungen gibt es dabei in Werther?
Stromleitungen werden ringförmig aufgebaut. Im Idealfall sind die Strecken zwischen einzelnen Stationen nicht länger als fünf Kilometer. Das funktioniert im Kern von Werther. Sobald es in die Randgebiete geht, sind sie zehn bis fünfzehn Kilometer lang. Das ist schon ungewöhnlich und muss gut geplant werden.