Mehr Bäume für Werther

Für ein blühendes Werther: Mit dieser Aktion begeistert die EWG nicht nur die neuen Baumbesitzer.

Die Bäume sind gepflanzt, nun warten alle gespannt auf das Frühjahr und die ersten Blüten.

Insgesamt 20 junge Bäume sind im Herbst in Werther und Borgholzhausen gepflanzt worden. Dahinter steckt die EWG, die ihr 20-jähriges Firmenjubiläum zum Anlass nahm, die Insektenvielfalt in der Stadt zu fördern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Bäume stehen stellvertretend für die EWG-Aktion „Werther blüht auf“. Denn auch dank der EWG floriert das gesellschaftliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Stadt. Ende Oktober trafen sich die neuen Baumbesitzer an der Gärtnerei Klekamp, um ihre Setzlinge abzuholen. Dazu gehörten: die Kita Johannis, Nadine Dannhaus von der Stadt Werther sowie die Gewinner der Jubiläumsaktion.

Kastanie liefert Inspiration

Die Kita Johannis in der Rodderheide hat sich für eine Rosskastanie entschieden. Sie kann locker über 30 Meter hoch wachsen. Dann spendet sie den Kindern im Garten angenehmen und natürlichen Schatten. Die Kinder der Kita Johannis freuen sich darauf, den Baum zu beobachten, zu gießen, zu pflegen und mit den ersten Kastanien hübsche Geschenke zu basteln. „Der Baum wird uns Inspiration für neue Fragen und Geschichten liefern“, ist sich die Einrichtungsleiterin Jasmin Kokaj sicher. Sie betreut aktuell gemeinsam mit 13 weiteren pädagogischen Fachkräften insgesamt 75 Kinder – aufgeteilt in vier Gruppen. Das Besondere an dieser Kita: Nachhaltigkeit und Forschergeist fördert das Kinderhaus besonders, und die Kinder können in fast allen Bereichen mitentscheiden.
„Wir sprechen über vegane Ernährung. Die Kinder lernen, was Kräuter brauchen, um zu wachsen, und wie sie schmecken. Die Regentonne am Haus ist das praktische Beispiel, dass sich Regenwasser prima für unseren Garten, die Hochbeete und jetzt natürlich auch für die neue Kastanie eignet. Das Wasser aus dem Hahn nehmen wir lieber zum Trinken, Kochen und Waschen, weil es so kostbar ist“, sagt Jasmin Kokaj. Welche Themen die Erzieherinnen mit den Kindern besprechen, entscheidet sich meist spontan. Ein Beispiel: „Am Wochenende waren Thomas und Anna bei uns. Mama hat für die extra etwas gekocht, das war ganz ohne Fleisch“, erzählt der fünfjährige Max. „Das ist für uns Pädagogen die Aufforderung, den Kindern zu erklären, warum sich manche Menschen fleischlos ernähren. Wir beschäftigen uns mit den Dingen, die die Kinder wirklich bewegen“, berichtet die Einrichtungsleiterin.

Gärtner Markus Klekamp und sein Mitarbeiter setzten neue Obstbäume am Bolzplatz Mühlenwiese.

Der von Nadine Dannhaus ausgesuchte Standort gefiel auch EWG-Geschäftsführer Volker Nau.

Die neuen Baumbesitzer freuen sich auf Blüten im Frühjahr.

Obstbäume: Nahrung für Insekten

Die Stadt Werther profitierte ebenfalls von der Aktion der EWG und erhielt vier Bäume – drei Apfelbäume und einen Birnbaum. „Wir haben uns für Standorte entschieden, an denen regelmäßig Bürgerinnen und Bürger vorbeikommen – zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Sie können dann im Herbst gern einzelne Äpfel pflücken und essen“, sagt Nadine Dannhaus, Umweltbeauftragte der Stadt Werther. Drei Bäume wachsen nun am Bolzplatz Mühlenwiese und ein Apfelbaum an der Ziegelstraße auf einer Blühfläche. Dort steht praktischerweise eine Bank ganz in der Nähe. „Wer mag, setzt sich einfach mal ein paar Minuten dort hin und beobachtet im Frühjahr, wie viele Insekten sich über den neuen Baum und seine Blüten freuen“, sagt Dannhaus. „Wir freuen uns sehr über das Engagement der EWG. Gesunde Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Obstbäume sind zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Beides, also ein gesundes Klima und viele Insekten, brauchen wir nicht nur in Werther.“

Einen besonderen Platz im Garten

Bei den Gewinnern der Baumverlosung standen die Apfelbäume hoch im Kurs. Drei verschiedene Sorten standen zur Auswahl. „Die neuen Baumbesitzer haben direkt gefachsimpelt und sich beim Gärtner erkundigt, wie die unterschiedlichen Sorten schmecken oder wofür sie diese am besten verwenden können“, resümiert EWG-Geschäftsführer Volker Nau. Er freut sich, dass die Menschen die Aktion der EWG so positiv aufgenommen haben. „Die Bäume sind für die Gewinner sinnvolle Nutzpflanzen – für sich selbst und ihre Umwelt. Es freut mich, dass sie alle in den Gärten einen besonderen Platz bekommen.“


Fotos: Martin Brockhoff, Volker Nau.