Norwegen plant Fahrrad-Autobahnen

Der Ausbau von Fahrradschnellstraßen soll die Norweger dazu bringen, vom Auto aufs Rad umzusatteln.

Norwegen will, dass der Autoverkehr in Städten nicht mehr weiter wächst. Gleichzeitig sollen die Bürger mobil bleiben. Der Schadstoffausstoß durch Verkehrs- und Transportmittel soll um 50% in den nächsten Jahren reduziert werden. Die Lösung sind Schnellstraßen für Fahrräder. Die Regierung erwartet, dass das die Norweger anstachelt, öfter das Rad und seltener das Auto verwenden.

Schnelle und direkte Verbindungen

Um den Ausbau der Fahrrad-Autobahnen zu realisieren, plant Norwegen Investitionen von einigen hundert Millionen Euro. Der Verkehr auf den „Bicycle express routes“ soll aber nicht nur gemütlich und langsam sein, wie wir das aus unseren Großstädten kennen. Denn geplant ist, dass die Fahrradfahrer mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Deswegen eignen sich die Radautobahnen besonders für E-Bikes. In neun Großstädten werden die Straßen eine schnelle und direkte Verbindung zwischen Innenstadt und Randgebieten schaffen. Ein nicht ganz unwichtiger Nebeneffekt: Die Bürger bleiben durch häufiges Fahrradfahren fit.

Norwegens großer Verkehrsplan

Norwegen hat einen großen Verkehrsplan für die nächsten zwölf Jahre beschlossen, der Ausbau der Fahrrad-Autobahnen ist nur ein Teil davon. Auch das Errichten von Landstromanlagen in Häfen ist ein wichtiges Ziel. Fracht- und Kreuzfahrtschiffe sollen so während der Liegezeit beziehen können und solange den Dieselbetrieb einstellen. Allerdings müssen die Schiffe dafür auch über entsprechende Technologie verfügen.

Seit Jahren wird der Kauf von Elektromobile in Norwegen subventioniert, weswegen dort schon viele solcher Autos im Einsatz sind. Die norwegische Regierung will zudem erreichen, dass ab 2025 alle neuen Busse, LKW und Autos emissionsfrei sind. Mit der Einführung dieser und weiterer Maßnahmen, soll der Verkehrsplan ein Dienst für die Umwelt sein, die Luftqualität verbessern und die Bürger fit halten.