Braunkohleausstieg hat keine Auswirkung auf Arbeitsplätze

Die Zahl der Arbeiter in der Braunkohleindustrie wird bis zum Jahr 2030 wegen der natürlichen Altersgrenze sinken.

Die Klimaschutzziele der Bundesregierung legen fest, dass die CO2-Emissionen im Stromsektor bis zum Jahr 2030 um 62 Prozent gegenüber den Werten von 1990 sinken sollen. Das setzt voraus, dass die installierte Leistung der Braunkohlekraftwerke von 21 Gigawatt (Stand 2015) bis 2030 auf 9 Gigawatt sinkt, wie aktuelle Auswertungen des Öko-Instituts zeigen. Dennoch wird es weniger betriebsbedingte Kündigungen geben als befürchtet.

Natürliche Altersgrenzen

Bis zum Jahr 2030 wird die Förderung der Braunkohle stark zurückgehen. Das lässt betriebsbedingte Kündigungen vermuten. Doch der Kohleausstieg hat wenige Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie. Im Braunkohlebergbau verläuft der Strukturwandel entlang der natürlichen Altersgrenzen: Bis zum Jahr 2030 gehen zwei Drittel der Beschäftigten in den Ruhestand.

Mehr als die Hälfte Ü-50

1990 arbeiteten rund 100.000 Personen im deutschen Braunkohlebergbau. Mit der deutschen Einheit gingen die Zahlen innerhalb von zehn Jahren auf etwa 21.000 Beschäftigte zurück. Trotz der Tatsache, dass die Braunkohleförderung konstant geblieben ist, sanken seit dem Jahr 2000 die Beschäftigungszahlen um weitere 30 Prozent. 2015 betrug die Anzahl der Beschäftigten in der Braunkohleindustrie etwa 20.800, davon sind mehr als die Hälfte über 50 Jahre alt.