Das Alter ist entscheidend

Vor allem jüngere Wälder nehmen mehr CO2 auf und verlangsamen so den Klimawandel.

Wälder binden CO2 aus der Atmosphäre und wirken damit der Erwärmung des Klimas entgegen. Forscher vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) am Karlsruher Institut für Technologie haben rausgefunden, dass Wälder, die jünger als 140 Jahre sind, das meiste CO2 aufnehmen.

Wälder sind bedeutende Kohlenstoffsenken

Wälder als Filter unserer Erde reinigen die Luft, indem sie Kohlenstoff binden und Sauerstoff produzieren. Sie werden deshalb als sogenannte Kohlenstoffsenken bezeichnet: Das sind Ökosysteme, die große Mengen Kohlenstoff binden und damit die CO2-Ansammlung in der Atmosphäre senken. Lange galt: Regenwälder nehmen aufgrund hoher Photosynthese viel CO2 auf. Die neue Studie zeigt, dass nicht nur die Photosynthese für eine erhöhte CO2-Aufnahme sorgt, sondern auch das Alter. Anhand von Computermodellen haben die Karlsruher Forscher herausgefunden, dass vor allem jüngere Wälder mehr CO2 aufnehmen.

Aufforstung wichtig

„Erreichen die Wälder ein bestimmtes Alter, sinkt ihre CO2-Aufnahme und die so wichtigen Kohlenstoffsenken verschwinden – außer es kommt zu einer weiteren Aufforstung“, so Professorin Almut Arneth vom IMK-IFU. „Die Ergebnisse der Studie sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis des Klimasystems und helfen uns gleichzeitig, fundierte Entscheidungen über die Forstwirtschaft zu treffen.“