Elektroautos zu teuer

Trotz staatlicher Prämie kommt der Absatz von Elektroautos nicht in die Gänge. Größtes Hindernis ist laut einer Umfrage der Anschaffungspreis.

Erst rund 1500 Anträge für die Elektroautoprämie sind beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) bis Ende Juli eingegangen. Ein Grund für die schwache Nachfrage ist laut einer aktuellen Umfrage, dass die Mehrheit der Bundesbürger nicht bereit ist, für ein Elektroauto mehr Geld auszugeben, als für ein Benzin- oder Dieselfahrzeug.

Die Mehrheit würde nicht mehr Geld ausgeben

Rund 1200 Bundesbürger befragte das Marktforschungsinstitut Innofact zu ihrer Einstellung zur Elektromobilität. Rund 60 Prozent der Befragten sind danach nicht bereit für den Elektroantrieb mehr Geld auszugeben, als für ein Auto mit klassischem Verbrennungsmotor. Immerhin zeigten sich aber fast 40 Prozent der Befragten bereit, höhere Anschaffungskosten zu akzeptieren. Allerdings gibt es auch für diese Gruppe bestimmte Preisobergrenzen. Für ein Viertel der Befragten, die mehr Geld ausgeben würden, ist bei einem Mehrpreis von spätestens 5000 Euro die Obergrenze der zusätzlichen Zahlungsbereitschaft für ein Elektroauto erreicht. Nur neun Prozent würden auch einen um mehr als 5000 Euro höheren Anschaffungspreis tolerieren. 36 Prozent würden 1001 bis 3000 Euro Aufpreis für ein E-Auto zahlen, 30 Prozent bis zu 1000 Euro Mehrkosten akzeptieren.

Je älter, desto weniger Elektro

Die Bereitschaft, die Brieftasche für die Anschaffung eines Autos mit elektrischem Antrieb weiter zu öffnen, nimmt tendenziell mit zunehmendem Alter ab. Für rund 70 Prozent der über 50-Jährigen darf ein Elektroauto nicht mehr kosten als ein herkömmliches Fahrzeug.