Flüssig, spritzig, lebenswichtig

Wasser ist für uns überlebenswichtig. Mangelnde Wasserrecourcen können Kriege auslösen. Der Weltwassertag soll die Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinweisen.

Wasser und Zusammenarbeit lautet das Motto des diesjährigen Weltwassertags. Seit 1993 ruft die UNESCO jährlich am 22. März zum Tag des Wassers aus. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Unabhängig vom Tag des Wassers haben die Vereinten Nationen das Jahr 2013 zum Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Wasserbereich erklärt.

Weltwassertag soll Zusammenarbeit fördern

Unter knappen Wasserressourcen leiden bereits heute zahlreiche Regionen, darunter Nordafrika, Zentralasien und der Südwesten der USA. Die Ursachen sind vielfältig: Falsche politische Prioritäten, mangelnde Durchsetzung bestehender Gesetze, defekte Leitungen und fehlendes technisches Wissen.

Um dieser Krise zu begegnen, ist mehr Zusammenarbeit zwischen den oft getrennten Politikfeldern Wasser, Energie und Landwirtschaft nötig. Zugleich müssen die Staaten international enger zusammenarbeiten. Darauf möchte die Deutsche UNESCO-Kommission am heutigen Weltwassertag aufmerksam machen.

Steigender Wasserverbrauch

UN-Studien zufolge wird der globale Wasserverbrauch erheblich ansteigen, auch weil bis 2050 die Weltbevölkerung von heute sieben auf neun Milliarden Menschen wachsen wird. Neben dem Bevölkerungswachstum und veränderten Konsummustern tragen auch eine ineffiziente Landwirtschaft, die Klimaerwärmung und Energieversorgung zur Wasserknappheit bei.

Laut Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, reichen die vorhandenen Ressourcen dennoch aus: Wasser gibt es weltweit genug. Es ist jedoch ungleich verteilt. Oft wird Wasser auch gedankenlos verschwendet, weil es vielerorts nur wenig kostet. Internationale Zusammenarbeit ist für eine faire Wassernutzung und die Verhinderung von Konflikten der beste Weg.

Wasserkriege eher unwahrscheinlich

Dass es künftig Kriege um Wasser geben wird, ist laut der UNESCO nicht ausgeschlossen, aber aufgrund historischer Analysen eher unwahrscheinlich. Der letzte echte Wasserkrieg liegt rund 4.500 Jahre zurück. Damals kämpften die Stadtstaaten Lagasch und Umma im heutigen Irak um Wasser.

Seit 1953 ist es in 44 Fällen zu Streit um Wasser gekommen, meist in der wasserarmen Region Nahost. Zwar können schwelende Konflikte um Wasser jederzeit eskalieren, gewaltsame Auseinandersetzungen sind Wissenschaftlern zufolge aber weder strategisch noch wirtschaftlich sinnvoll.