Grün ist nicht gleich grün

Die Marktanteile von grünen Produkten steigen – die CO2-Emissionen im Konsumsektor bleiben dennoch unverändert.

Die Studie „Grüne Produkte in Deutschland 2017 – Marktbeobachtungen für die Umweltpolitik“ des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass zwar der Umsatz mit grünen Produkten im Jahr 2015 um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, die CO2-Emissionen im Konsumsektor sind aber nur um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Auswertung der Studie

Wohnen (damit gemeint sind Heizen und Strom), Mobilität und Ernährung sind im Konsumsektor für 80 Prozent der Umweltbelastung verantwortlich. Die Emissionen im Bereich der Mobilität sind leicht (0,4 Prozent) gestiegen. Das liegt an den verstärkt steigenden Emissionen beim Luftverkehr und den wenig abnehmenden Emissionen des Straßenverkehrs. Einen wesentlichen Anstieg der CO2-Emissionen verzeichnet der Bereich Ernährung: die Belastung der Umwelt ist um fast neun Prozent gestiegen. Hauptsächlich ist der hohe Fleischkonsum an der Steigerung des Werts beteiligt. Lediglich im Bereich Wohnen sind die CO2-Emissionen dank energetischer Sanierungen in den letzten zehn Jahren um zehn Prozent gesunken.

Über die Studie

Das UBA betrachtet bereits zum dritten Mal die Marktentwicklung ausgewählter grüner Produkte in den drei Konsumbereichen Wohnen, Mobilität und Ernährung. Sie sind hauptverantwortlich für die Umweltbelastung im Konsumsektor. Dabei werden die Marktzahlen von 2008 bis 2015 der Entwicklung der CO2-Emissionen gegenübergestellt.