Happy Birthday, Weltklimarat!

Seit 30 Jahren dokumentiert der Weltklimarat IPCC den Zustand unseres Klimas. Es ist auch die Dokumentation eines großen Scheiterns.

Im November 1988 wurde er vom Umweltprogramm der UN (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet: Der Weltklimarat IPCC (International Panel on Climate Change). Grund zum Feiern gibt es trotz des 30-jährigen Bestehens nur wenig – erst im Oktober hatte der IPCC einen alarmierenden Sonderbericht über den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Folgen von 1,5 Grad Celsius Erwärmung vorgestellt.

Stimme der Klimaforschung

In Zeiten desaströser Klimaaussichten werde die Arbeit des IPCCs allerdings immer wichtiger, würdigen Politiker die Arbeit des Weltklimarates. Als zwischenstaatlicher Ausschuss wurde er ins Leben gerufen, um den aktuellen Stand der Klimaforschung für politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt zusammenzufassen. Mit regelmäßig veröffentlichten Berichten bietet der IPCC die wissenschaftsbasierten Grundlagen für politische Entscheidungen, ohne jedoch konkrete Handlungsempfehlungen abzugeben. Zum 30. Jubiläum des IPCC feiere man die bisher wahrscheinlich global erfolgreichste Art der Wissenschaftskommunikation, sagt WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. „Hoffentlich kann der IPCC in 30 Jahren die erfolgreiche Umsetzung des Pariser Abkommens im Interesse der Zukunft unseres großen Planeten und zukünftiger Generationen feiern.“

Relevant bleiben

Zurzeit arbeitet der IPCC an seinem Sechsten Sachstandsbericht über den Zustand des Klimas, der im Jahr 2022 veröffentlicht werden soll. „Dieser sechste Bewertungszyklus und das 30-jährige Jubiläum gehören zu den ehrgeizigsten, die der IPCC je gesehen hat. Man kann argumentieren, dass sich der IPCC mit dieser anspruchsvollen Arbeit neu erfindet, um sicherzustellen, dass er für politische Entscheidungsträger und andere Interessengruppen inmitten unseres wachsenden Verständnisses vom Klimawandel relevant bleibt“, so IPCC-Vorstand Hoesung Lee.