Kommunale Schadstoffentsorgung mangelhaft

Die Deutsche Umwelthilfe untersuchte Kommunen und Städte mit dem Ergebnis: fehlende Sammelstellen und schlechter Service.

Gegen Ende des Jahres 2017 untersuchte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in 102 Landkreisen und kreisfreien Städten der Bundesländer Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Bremen und Hamburg die Rückgabemöglichkeiten schadstoffhaltiger Abfälle, wie Bauschaumdosen oder ausgediente Energiesparlampen.

Keine festen oder regelmäßigen Sammelstellen

Bei fast einem Drittel der untersuchten Kommunen und Städten stehen den Bürgen keine festen oder regelmäßig geöffneten Sammelstellen zur Verfügung, sondern es werden ausschließlich Sammelfahrzeuge eingesetzt oder die Abgabe von schadstoffhaltigem Abfall findet an nur wenigen Tagen im Jahr statt. Für die Entsorgung solcher Abfälle gelten besondere Vorgaben: Die Annahme schadstoffhaltigen Abfalls nur durch geschultes Personal, eine strenge Getrennthaltungspflicht und eine gesicherte Lagerung. Alle anderen Entsorgungswege über Restmüll, gelben Sack oder Sperrmüll sind verboten.

Verbesserungsbedarf beim Bürgerservice

Nach Einschätzungen der DUH sind vor allem die Öffnungszeiten arbeitnehmerunfreundlich. Rund 50 Prozent der untersuchten Sammelstellen sind wöchentlich nur an wenigen Tagen geöffnet, sind samstags komplett geschlossen oder es gibt nach 17 Uhr keine Abgabemöglichkeit mehr. Des Weiteren wird der Bürgerservice kritisiert, da Hinweisschilder fehlen, Bürger falsch informiert oder Schadstoffe unsachgemäß entsorgt werden. Nur 28 Prozent der getesteten Sammelstellen wiesen einen sehr guten Bürgerservice auf. Die DUH kündigt weitere Testbesuche an.