Kommunale Winterdienste trotzen Eis und Schnee

Die Winterdienste sind anlässlich des Wintereinbruchs voll im Einsatz. Der Verband kommunaler Unternehmen meldet: Sie sind auf Eis und Schnee dieses Jahr gut vorbereitet.

Der Kälteeinbruch der vergangenen Tage hat vielerorts in Deutschland für Eis und Schnee auf den Straßen gesorgt. Die Mitarbeiter der kommunalen Winterdienste sind derzeit im Einsatz, für Straßensicherheit zu sorgen. Mit Versorgungsproblemen an Streusalz sei dieses Jahr nicht zu rechnen, meldet der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Salzvorräte verdoppelt bis vervierfacht

Während der starken, lang andauernden Winterphasen 2009 bis 2011 war es zu Engpässen beim Streusalz gekommen. Vor diesem Hintergrund haben kommunale Winterdienste einer VKU-Umfrage zufolge die Salzvorräte um das zwei- bis vierfache erhöht. Sie könnten laut Meldung schnell auf das Salz zugreifen und auch bei starkem Schnee und Eis mehrere Tage die Versorgung sicherstellen.

Aufgrund der Erfahrungen haben die Kommunen ihren Stadtreinigern vielerorts mehr Aufgaben übertragen. Kommunale Betriebe sind aufgrund ihrer Arbeitsweise, Erfahrung und der vorhandenen Technik oftmals auch in Ausnahmewetterlagen die verlässlichsten Partner im Winterdiensteinsatz gewesen, sagt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU.

Gehwege: Verbraucher in der Pflicht

Fast überall haben die Kommunen die Räum- und Streupflicht für Gehwege auf die Anlieger übertragen. Das Nähere bestimmt die örtliche Satzung, über deren Inhalt sich jeder Grundstückseigentümer unbedingt informieren sollte. Anlieger müssen ihrer Winterdienstpflicht auf den Gehwegen vor ihrem Haus morgens spätestens bis zu dem von der Satzung vorgegebenen Zeitpunkt nachgekommen sein und die Glättebeseitigung auch tagsüber weiter gewährleisten.

Reck weist darauf hin, dass starke Wintereinbrüche selbst bei bester Vorbereitung der Stadtreinigungsbetriebe nicht in kurzer Zeit beherrschbar sind: Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, sich verantwortungsvoll zu verhalten. Dazu gehört eine angepasste Fahrweise für Autofahrer genauso wie das richtige Schuhwerk für Fußgänger.

Eine Bitte äußerte Reck an die Fahrzeughalter: Die Räumung der Straßen wird oftmals durch falsch geparkte Autos erschwert. Das kostet wertvolle Zeit und erschwert die Arbeit unnötig. Hier bitten wir die Autofahrer um Umsicht.