Kraftwerke machen schlapp

Durch die andauernde Hitzewelle mussten einige Steinkohlekraftwerke ihre Leistungen drosseln, da das Kühlwasser aus Flüssen zu warm ist.

Sommer – Als Stromversorger befindet man sich in der sorglosen Phase des Jahres, denn der Energieverbrauch der Bürger und der Industrie ist verglichen zum Winter gering. Denkt man. Doch diesen Sommer könnte sich das Blatt wenden. Durch die Hitzeperiode erwärmt sich das Wasser in den Flüssen. Wasser, das Steinkohle- und Atomkraftwerke zum Kühlen der Anlagen benötigen.

Mehrere Kraftwerke mussten Leistung drosseln

Das Steinkohlekraftwerk in Bergkamen am Datteln-Hamm-Kanal musste seine Leistung um 250 Megawatt reduzieren, das Steinkohlekraftwerk von Uniper in Wilhelmshaven um 300 Megawatt und das Rheinhafen-Dampfkraftwerk von EnBW in Karlsruhe sogar um 500 Megawatt. Grund für das Zurückschrauben der Leistung: Die Flüsse, die das Kühlwasser liefern, sind einfach zu warm. Der Kühlprozess im Kraftwerk heizt das genutzte Wasser zusätzlich auf und es wird noch wärmer in den Fluss zurückgeleitet. Das schadet dem Ökosystem, weshalb Wasserschutzbehörden einschreiten.

Braunkohlekraftwerke halten Stand

Ausgerechnet die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke sind gegen die Hitze immun. Das Kühlwasser für die Kraftwerke stammt aus den anliegenden Tagebauten, deren unterirdisches Grubenwasser von Natur aus kühl ist. Damit werden Braunkohlekraftwerke zu Stützen des Versorgungssystems.