Maritime Energiewende

Für Forschungsprojekte zu neuen und emissionsarmen Schiffsantrieben stellt die Bundesregierung 45 Millionen Euro zur Verfügung.

„Maritime.Green Propulsion“: Zunächst für vier Jahre wird der Bund ab 2019 verstärkt Projekte, die signifikante Beiträge zur maritimen Energiewende leisten, fördern. Langfristiges Ziel ist ein Null-Emissions-Schiff.

Saubere Technologien für saubere Schiffe

Norbert Brackmann (CDU) ist maritimer Koordinator der Bundesregierung. Er stellt fest: „Es herrscht unter den maritimen Motorenbauern eine regelrechte Aufbruchsstimmung. Die Branche will saubere Technologien für saubere Schiffe.“ Dafür benötige es wirksame Förderinstrumente zur Forcierung der Technologieentwicklungen, Planungssicherheit für die Unternehmen und eine industriesektorübergreifende Gesamtstrategie, so Brackmann weiter. Durch die Bereitstellung der Finanzmittel habe die Bundesregierung dafür gesorgt, zusätzliche Forschungsvorhaben zu unterstützen und den maritimen Forschungsstandort Deutschland zu positionieren.

Schifffahrt ist größter Emittent

Schon lange gilt die Schifffahrt als größter Emittent umweltschädlicher Treibhausgase. Die an deutschen Hafenstädten errichteten Landstrom-Anlagen haben die Aufgabe, Schiffe während der Liegezeiten mit Strom zu versorgen, um so CO2-Emissionen zu verringern. Dennoch lassen viele Reedereien ihre Schiffsdiesel im Hafen weiterlaufen. Neben der Landstromversorgung gelten auch emissionsärmere Brennstoffe, wie LNG oder synthetische Kraftstoffe, als wirksame Instrumente, um die Schifffahrt grüner zu gestalten. In einem ersten Schritt wird besonders die Entwicklung emissionsneutraler E-Fuels vom Bund gefördert.