Risiko von Terroranschlägen auf Atomanlagen sinkt

Nukleares Material ist in Zukunft vor Diebstahl und Sabotage deutlich besser geschützt.

Das internationale Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterialund Atomanlagen wurde verschärft. Das Übereinkommen, das sich bisher auf denSchutz des nuklearen Materials beim Transport bezog, gilt nun auch fürAtomanlagen. Das geänderte Übereinkommen wurde inzwischen von überhundert Staaten unterzeichnet.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte dazu: „Mit dem geändertenÜbereinkommen wird das einzige legal bindende weltweite Instrument füreinen wirkungsvollen Schutz des nuklearen Materials vor Diebstahl undSabotage ganz erheblich geschärft. Das Übereinkommen ist damit einwichtiger Baustein zur Verringerung des weltweiten Risikos vonTerroranschlägen auf Atomanlagen.“

Die Historie des Abkommens

Die Bundesrepublik Deutschland ist dem internationalen Übereinkommen überden physischen Schutz von Kernmaterial am 26. Oktober 1979 beigetreten.Das Übereinkommen regelt den Schutz internationaler Nukleartransportegegen Diebstahl und war ein erster Meilenstein für einen internationalbindenden Mindeststandard bei Transporten.

Was ist neu?

Mit der Änderung des Übereinkommens wird der Anwendungsbereich umfassend erweitert. Die Vertragsstaaten verpflichten sich nun, miteinem nationalen System das Kernmaterial bei friedlicher Nutzungnicht nur gegen Diebstahl, sondern auch gegen Sabotage zu schützen unddie radiologischen Folgen von Sabotageakten auf ein Mindestmaß zubeschränken. Deutschland hat diese Änderung desÜbereinkommens aktiv unterstützt.