Rückruf: Porsche bessert nach

Nach der Manipulation bei Volkswagen wurden auch bei anderen Autos auffällige Abgaswerte entdeckt. Porsche schickt das erste Modell zurück in die Werkstatt.

Nach dem VW-Skandal rüsten nun auch andere Marken des Wolfsburger Konzerns bei der Abgasreinigung ihrer Selbstzünder nach. Den Anfang macht Porsche. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat zunächst die Freigabe zur Umrüstung des Porsche Macan erteilt. Europaweit müssen mehr als 33.000 Diesel-Geländewagen in die Werkstatt, wo sie ein Software-Update erhalten.

Weniger Stickoxidemission

Ziel der Nachbesserung ist, dass die Abgasreinigung bereits ab fünf Grad Außentemperatur in vollem Umfang arbeitet. Bisher ist das erst bei über 17 Grad der Fall. Dies soll auch bei allen Modellen des Macans greifen, die neu zugelassen werden. Die geänderten Einstellungen sollen laut Bundesverkehrsministerium dazu führen, dass die betroffenen Fahrzeuge jährlich rund 32 Tonnen Stickoxid weniger ausstoßen.

Auffällige Werte gemessen

Die Umrüstung des Macan ist der erste Schritt einer freiwilligen Serviceaktion. Nach dem Abgas-Skandal bei Volkswagen hatte das KBA Nachmessungen bei Dieselfahrzeugen vorgenommen. Dabei waren 22 von 53 getesteten Wagen verschiedener Hersteller auffällig. Die Behörde äußerte Zweifel, ob ein Herunterregeln der Abgasreinigung bei niedrigeren Temperaturen wirklich nur vorgenommen wird, um den Motor zu schützen. Die betroffenen deutschen Hersteller, darunter Opel und Daimler, sagten für betroffene 630.000 Fahrzeuge Nachbesserungen zu.