Startschuss für die 19. Weltklimakonferenz

Am heutigen Montag hat die Weltklimakonferenz in Warschau begonnen. Das Ziel: Endlich einen Rahmen für den Weltklimavertrag 2015 zu schaffen.

Startschuss für die Weltklimakonferenz im polnischen Warschau: Vom 11. bis 22. November beraten die Teilnehmerländer über verbindliche Klimaschutzziele. Denn laut Klimaforschern ist es zu 95 bis 100 Prozent erwiesen, dass die Klimaerwärmung durch den Menschen verursacht wird. Der Temperaturanstieg von 1880 bis heute beträgt 0,85 Grad, Experten warnen vor einem weiteren Anstieg um bis zu 4 Grad. Bei der diesjährigen Klimakonferenz soll nun endlich gegengesteuert werden.

Das Ziel: ein weltweiter Klimavertrag

Bereits 2011 haben die 194 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in Dubai beschlossen, auf der Klimakonferenz in Paris 2015 einen weltweiten Klimavertrag zu vereinbaren. Von der aktuellen Warschauer Konferenz erwarten sich die Teilnehmer nun erste Weichenstellungen. Noch 2009 war der erste Versuch eines verbindlichen Klimaschutzabkommens im dänischen Kopenhagen gescheitert.

Beteiligung aller Staaten erforderlich

Der Klimavertrag soll für alle Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer verbindlich gelten und Ziele für die künftige Klimapolitik vorgeben. 2020 soll der Vertrag dann in Kraft treten. Fraglich bleibt jedoch, ob tatsächlich alle Länder mitziehen werden. Denn bereits beim bisher einzigen verbindlichen Klimaabkommen – dem Kyoto-Protokoll – wollten sich wichtige Mitgliederstaaten wie die USA, China oder Russland nicht verpflichten lassen. Zudem bleiben die Fragen offen, wie die verbindlichen Ziele festgelegt werden können und wer sie am Ende überprüfen soll. Antworten sollen nun ausgerechnet im Kohleland Polen gefunden werden. Dabei könnte Deutschland bei den Verhandlungen eine wichtige Vermittlerrolle einnehmen, da Kanzlerin Angela Merkel ankündigte, sich künftig verstärkt für Klimaschutzziele einzusetzen.