Umfrage: Deutsche wollen raus aus Kohle

80 Prozent der Deutschen wünschen sich den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2040. Einem Drittel der Befragten geht das noch nicht schnell genug.

Laut einer TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace wünschen sich 80 Prozent der Deutschen einen mittelfristigen Ausstieg aus dem Kohlestrom bis 2040. Gut ein Drittel der Befragten geht noch weiter. Sie wollen, dass schon früher – bis 2030 – kein Strom mehr aus dem fossilen Energieträger in die Steckdosen fließt.

Nur wenige setzen noch auf auf Kohle

Lediglich 14 Prozent der Deutschen sind gegen den Ausstieg aus der Kohle, sechs Prozent machten keine Angabe. Stärkere Befürworter für ein Ende des Kohlezeitalters sind vor allem unter 50-jährige, Frauen und Bürger aus den alten Bundesländern. Außerdem vergrößert sich mit steigendem Bildungsgrad auch die Ablehnung des Kohlestroms.

„Ohne Kohleausstieg ist die Energiewende nur eine halbe Wende“, sagte Gerald Neubauer, Energie-Experte von Greenpeace zu den Ergebnissen der Befragung. „Wir können auf die Kohle verzichten.“

Greenpeace und das Grubengold

Erst kürzlich hatte die Umweltorganisation Greenpeace mit einer Studie zur Kohle für Wirbel gesorgt. Demnach sollen die Emissionen von Kohlekraftwerken die menschliche Gesundheit nachhaltig schädigen. Laut dieser Studie verlieren die Anwohner in der Umgebung von Kohlekraftwerken zusammen rund 33.000 Lebensjahre. Feinstaubpartikel, die die Kraftwerke ausstoßen, führten demnach besonders häufig zu Atemwegs- und Herzerkrankungen. Das gilt besonders für Anwohner im Umkreis von 50 bis 100 Kilometern um die Kraftwerke.