Eine gute Investition

Was Energiesparen wirklich kostet.

Fenster austauschen

Durch den Einbau dreifachverglaster Wärmeschutzfenster sinkt der Wärmeverlust im Vergleich zu Fenstern mit unbeschichtetem Isolierglas (überwiegend verbaut von 1978 bis 1995) um bis zu 60 Prozent. Mit der neuen Verglasung lassen sich laut der aktuellen Studie „Im neuen Licht: Energetische Modernisierung von alten Fenstern“ des Verbandes „Fenster + Fassade (VFF)“ vom März 2014 pro Fenstereinheit (1,3 m x 1,3 m = 1,69 m2) rund 216 Kilowattstunden (kWh) Energie sparen.

Bei einem typischen Einfamilienhaus mit rund 30 m2 Fensterfläche (also etwa 18 Fenstereinheiten, Gesamtfläche 30,42 m2) wären das etwa 3890 kWh bzw. 389 Liter Heizöl pro Jahr. Legt man einen Preis von 65 Cent/Liter Heizöl zugrunde, macht das 253 Euro weniger Heizkosten pro Jahr.

Der durchschnittliche Marktpreis je Fenstereinheit inklusive Montage und Mehrwertsteuer lag laut VFF im Jahr 2013 bei 522 Euro. Dabei wurde der Durchschnittspreis für alle Rahmenmaterialien (Kunststoff, Holz, Holz-Aluminium) erhoben, die im Wohnungsbau eine wichtige Rolle spielen. 18 Fenstereinheiten kosten also 18 x 522 Euro = circa 9400 Euro. Der Kauf würde sich demnach nach etwa 37 Jahren amortisieren.

Heizkörpernischen dämmen

Typisches Beispiel: Ein unsanierter 60er-Jahre-Altbau mit Heizkörpernischen aus 11,5 cm dicken Hochlochziegeln. Die übrigen Außenwände bestehen aus 30 cm dickem Bimshohlblock-Mauerwerk. Wer die Nischen mit 5 cm Polyurethan-Dämmung dämmt, spart laut Thomas Weber vom „Verband Privater Bauherren (VPB)“ bei einem Heizölpreis von 65 Cent/Liter jährlich rund 16,70 Euro pro Quadratmeter Nische.

Bei 10 bis 15 Nischen im Haus von je 2 x 1 m Größe lassen sich laut Weber pro Jahr etwa 330 bis 500 Euro Heizkosten sparen. Demgegenüber steht eine Investition von rund 54 Euro pro Quadratmeter Wärmedämmung inklusive Verkleidung und Arbeitskosten. Bei 15 Nischen von je 2 m2 kostet die Sanierung also zirka 1600 Euro und amortisiert sich nach etwa 3 bis 5 Jahren. Montage und Einbau der Heizkörper ist hier allerdings noch nicht eingerechnet. Laut Weber kann man pro Heizkörper von etwa einer Arbeitsstunde ausgehen. Die Lohnkosten variieren zwischen 40 und 50 Euro plus Mehrwertsteuer. Für neue Heizkörper ist es dagegen schwierig, einen Preis zu nennen, weil sich Ausführungsart und Größen zu sehr unterscheiden.